"Génie oblige"

Liszt-Autographen aus dem Nachlass

2. Juni bis 17. September 2017
Goethe- und Schiller-Archiv Weimar

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag10 - 18 Uhr
Sa, So, Feiertage 11 - 16 Uhr

Neben der Überlieferung zur klassischen deutschen Literatur bewahrt das Weimarer Goethe- und Schiller-Archiv den handschriftlichen Nachlass eines der produktivsten Genies der Musikgeschichte – Franz Liszt (1811-1886). Der weltweit größte Liszt-Bestand gelangte als Geschenk der Fürstin Marie von Hohenlohe-Schillingsfürst, Tochter von Carolyne von Sayn-Wittgenstein, der Lebensgefährtin und Universalerbin Liszts, nach Weimar. Der Nachlass bietet mehr als 6.000 Briefe aus der europaweiten Korrespondenz des Pianisten, Komponisten und Musikschriftstellers, vor allem aber die vielfach überarbeiteten autographen Notenmanuskripte, die Skizzen und Entwürfe, Reinschriften, Stichvorlagen und revidierten Korrekturabzüge zu über 400 Kompositionen.

Ausgesuchte Autographen aus den wesentlichen Schaffensperioden Liszts, von der Sinnsuche des 20-Jährigen in Paris über seine äußerst produktive Weimarer Zeit bis hin zum Spätwerk des »Neutöners«, geben Einblick in die Arbeit des Komponisten, dem die auf den »Künstler der Zukunft« gemünzte Maxime »Génie oblige« (»Genie verpflichtet«) stets oberstes Gebot war.