Weimar - Sommer 1937

Veranstaltungen 80 Jahre nach der Errichtung des KZ Buchenwald und des nationalsozialistischen "Gauforums"

Lebensgeschichten und Haftwege: Die ersten 149 Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald
14. Juli 2017 | 18.30 Uhr | Stadtmuseum Weimar

Vortrag von Dr. Henning Borggräfe, Leiter Abteilung Forschung und Bildung des International Tracing Service, Bad Arolsen

Weimar - Sommer 1937
15., 16. und 23 Juli 2017 | jeweils 14 Uhr | Treffpunkt: Carl-August-Allee, Haltestelle der Buslinie 6

Historische Stadtführung zum nationalsozialistischen Umbau der Stadt

Innenansichten - Deutschland 1937
18. Juli 2017 | 19.30 Uhr | Lichthaus Kino im e-Werk Weimar

Präsentation des Dokumentarfilms und Gespräch mit Michael Kloft, Stellvertretender Chefredakteur von Spiegel TV

Der Bau des nationalsozialistischen Gauforums in Weimar begann im Sommer 1937 zeitgleich mit der Eröffnung des neuen Konzentrationslagers am 15. Juli vor den Toren der Stadt. Diese Gleichzeitigkeit legt die Logik eines Regimes offen, das vorgab, ein homogenes "Volk" zu schaffen und Demokratie, Pluralismus und die moderne Gesellschaft zerstören wollte.

Mit der Errichtung monumentaler Bauten in der Thüringer Hauptstadt schnitten sich die Nationalsozialisten tief in das Weimarer Stadtbild ein. Sie bauten ein Herrschaftszentrum für ihre durch Blut- und Rassengesetze formierte Gesellschaft, einen sichtbaren Ausdruck ihrer Vorstellung von der auf den "Führer" eingeschworenen Gemeinschaft - samt Aufmarschplatz und "Halle der Volksgemeinschaft" für die regimetreuen Untertanen. Die aus der Gemeinschaft Ausgeschlossenen wurden brutal verfolgt, vertrieben oder ermordert, auch und gerade im KZ Buchenwald.