Samstag, 17.08.2019
Europäische Zwangsarbeiter im Deutschen Reich – das Beispiel Weimar

Stadtführung mit Dr. Daniel Logemann und Dr. Marc Bartuschka


13 Millionen Menschen aus dem deutsch besetzten Europa mussten im Zweiten Weltkrieg Zwangsarbeit im Deutschen Reich leisten. Männer, Frauen und auch Kinder arbeiteten in der Rüstungsindustrie, in der Landwirtschaft, in privaten Haushalten, bei der Müllabfuhr oder bei Handwerkern. Weimar bildete keine Ausnahme, überall in der Stadt und den angrenzenden Gemeinden wurden Zwangsarbeiter eingesetzt. Als die Weimarer Gestapo im stadtnahen Wald Webicht noch am 5. April 1945 mindestens 149 angebliche Gegner des Regimes hinrichtete, waren unter diesen auch Zwangsarbeiter. Der Rundgang wird die Geschichten von Zwangsarbeit in Weimar an ausgewählten Schauplätzen aufgreifen und in einen breiteren Kontext einordnen. Eingegangen wird dabei auch auf das zukünftige Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus, das im ehemaligen Gauforum eingerichtet wird.

Marc Bartuschka studierte Osteuropäische Geschichte, Neuere Geschichte und Politikwissenschaft in Jena. Er ist freiberuflicher Historiker und schließt derzeit eine Veröffentlichung zur Zwangsarbeit in Weimar ab. Daniel Logemann studierte Osteuropäische Geschichte, Polnische Literaturwissenschaft und Südosteuropastudien in Jena, Lublin und Krakau. Derzeit ist er Kustos des Arbeitsbereichs Zwangsarbeit in der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Öffnungszeiten:

Führungen        Website

Europäische Zwangsarbeiter im Deutschen Reich – das Beispiel Weimar Zwangsarbeiter der Wilhelm-Gustloff-Werke und deutsches Lagerpersonal, vermutlich 1945, in der Großkromsdorfer Straße. Foto: Stadtarchiv Weimar

Freier Eintritt

Veranstaltungsort:
Theaterplatz

99423 Weimar

Veranstalter:
Gedenkstätte Buchenwald
Besucherinformation
99427 Weimar-Buchenwald

Weimarer Sommer
21.06.2019 - 07.09.2019